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Bielefelder Kreisbahn (BK)
Bielefelder Kreisbahn (BK)

Bielefeld - Enger

Schildesche - Werther

Bielefeld - Eckendorf

Bielefeld - Eckendorf 31.05.1922 (Gesamtverkehr, danach Abbau)
Bielefeld - Enger 13.02.1954 (Personenverkehr)
Schildesche - Werther 13.02.1954 (Personenverkehr)

Um 1890 entstanden Ideen, die Kreise Bielefeld und Herford durch ein Netz von Schmalspurbahnen zu erschließen. Diese sollten in Anlehnung an die Wallücke-Bahn in 600mm Spurweite erbaut werden. Im November 1897 beschloß der Bielefelder Kreistag den Bau einer Schmalspur nach Enger mit einer Nebenstrecke von Schildesche nach Werther. Ein Jahr später erhielt man vom Regierungspräsidenten in Minden die Konzession. Bestandteil war ein Gemeinschaftsbahnhof mit der geplanten Herforder Kleinbahn in Enger.
Doch änderten inzwischen die Herforder Kleinbahnen ihre geplante Spurweite auf 1000mm. So blieb den Bielefeldern nichts anderes übrig, als ihre Pläne zu überarbeiten und eine Konzessionsänderung zu beantragen. Der Bau begann dann zügig und am 1. April 1901 konnten beide Strecken in Betrieb genommen werden.

In Bielefeld wollte man eine direkte Verbindung nach Bad Salzuflen schaffen. Außerdem bemerkte die BK bald, daß der fehlende Staatsbahnanschluss in Bielefeld von Nachteil war. Bis 1909 wurde die Strecke über Heepen nach Eckendorf in Betrieb genommen. Zu einer Weiterführung nach Bad Salzuflen sollte es nicht mehr kommen. Ein Jahr später war der neue Kleinbahnhof an der Eckendorfer Straße fertig. Hier bestand Anschluss an die Anlagen der Staatsbahn.
Die Eckerndorfer Strecke aber entwickelte sich zu einem Sorgenkind. So erfolgte bereits am 31.Mai 1922 die Einstellung der Bahn und deren Abbau. Dagegen wurde die BK Eigentümer zahlreicher Gleisanschlüsse in Bielefeld in Normalspur. Außerdem wurde 1926 eine normalspurige Güterstrecke in das Sudbrackgebiet errichtet.
Bereits in den 50er Jahren kam das Ende der Strecken der BK. Die Entwicklung hatte der damalige Kreisrat in Bielefeld persönlich beeinflusst. Am 31.Februar 1954 wurde der gesamte Personenverkehr eingestellt. Der Güterverkehr nach Enger folgte 1955, der nach Werther 1956. Eine geplante Übernahme von Teilstrecken durch die Stadtwerke in Bielefeld verhinderte der Kreisrat. Die normalspurigen Anlagen übernahm die DB. Auch diese Anlagen sind in den letzten Jahren langsam verschwunden. Nur ein Gleisanschluss existiert noch an der Eckendorfer Straße, aber auch dieser ist ohne Verkehr.