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Bredelar
Rhene - Diemeltalbahn

Bredelar - Martenberg

Bredelar - Martenberg: 16.04.1963

Bredelar - Martenberg

Weitgehend unbekannt geblieben ist diese bereits 1874 eröffnete Schmalspurbahn. Hintergrund für den Bau dieser Bahn waren die im Raum Adorf, Fürstentum Waldeck, gelegenen Erzvorkommen. Als um 1870 die Hauptabnehmerin des Eisenerzes, die Aplerbecker Hütte, modernisiert wurde, kam es zu den Plänen, die Erzbrube mit dem im Bau befindlichen Bahnhof Bredelar zu verbinden.

Nach mehreren Anläufen wurde die Bahn 1873 genehmigt. Die Konzession erhielt die Rhene-Diemel-Thal-Grubeneisenbahn. Bereits im März 1874 erfolgte die Eröffnung bis zur Grube Eckefeld, gut ein Jahr später wurde das Reststück bis zur Grube Martenberg eröffnet. Die Bahn war etwas mehr als 11 Kilometer lang und erschloß fünf Gruben.
Durch die starke spanische Konkurrenz Mitte der Achtziger Jahre mußte die Martenberger Grube schließen. Um die Einnahmeausfälle zu kompensieren, wurde schließlich eine Konzession als öffentliche Eisenbahn beantragt. Diese wurde 1882 erteilt. Um 1890 wurde die Martenberger Grube wiedereröffnet. Außerdem fuhr die Bahn etwa ab diesem Zeitpunkt auch Personenzüge. 1917 wurde die Grube Martenberg erneut aufgegeben, 1921 folgte als letzter Anschließer die Grube Christiane. Damit war das Ende der Bahn gekommen, die schließlich 1923 stillgelegt und abgebaut wurde. 1925 gab es Bestrebungen zur Wiedereröffnung als Grubenbahn, doch wurde nichts daraus.
1936 pachteten die Mannesmann Werke die Grubenfelder der Gewerkschaft Christiane für 25 Jahre. Ab August 1939 wurden auf dem alten Gleiskörper wieder Gleise verlegt, diesmal in 900mm Spurweite. Die Inbetriebnahme fand im Juli 1940 statt. Außerdem hatte man in Bredelar eine Verladeanlage errichtet, mit der man die Erze direkt in die Reichsbahnwagen kippen konnte. Die Erzförderung endete im Jahre 1963. Ein Jahr später wurde die Bahn ein zweites Mal abgebaut.