ex KBS 213b Exten - Rinteln Kleinbahnhof 28.09.1970
Die 26,5 Kilometer lange Strecke verbindet Rinteln mit den Gemeinden im
Extertal. Sie schließt in Barntrup an die Bahnstrecke Lage - Hameln
an. Die Bahn geht auf erste Überlegungen und Konzepte in den Jahren
1905 und 1908/09 zurück. Erst die angespannte wirtschaftliche Lage
mit vielen Arbeitslosen veranlaßte den Freistaat Lippe zur Verbesserung
der Situation, 1923 mit den Planungen für die Extertalbahn zu beginnen.
Durch Initiative des Großkraftwerks Wesertal in Hameln, kam es zur
Planung einer elektrischen Kleinbahn.
1924 kam es zur Gründung der Extertalbahn Aktiengesellschaft (EAG),
am 8. Juli 1927 wurde der 11,1 Kilometer lange Abschnitt Barntrup - Bösingfeld
eröffnet. Am 15. Mai 1928 folgte dann der 8,2 Kilometer lange Abschnitt
von Bösingfeld nach Bögerhof. Zuvor war am 30. September mit Kostenbeteiligung
der EAG in Rinteln eine neue Weserbrücke eröffnet worden. Mit
der Eröffnung der letzten 7,2 Kilometer langen Teilstrecke am 15. Juni
1929 bis Rinteln in der unmittelbaren Nähe des Bahnhofs ging die gesamte
Strecke in Betrieb. Über die städtische Weser-Hafenbahn und der
Rinteln-Stadthagener Eisenbahn (RStE) bestand Anschluss an die Weserbahn
Löhne - Hameln.
Am 25. September 1966 stellte die Bahn den Personenverkehr zwischen Bösingfeld
und Barntrup ein. Am 4. Dezember 1967 wurde die EAG in die Verkehrsbetriebe
Extertal GmbH (vbe) umgewandelt. Am 29. September 1969 folgte die Einstellung
des Personenverkehrs auf der Strecke zwischen Bösingfeld und Rinteln.
Bereits ein Jahr später musste die vbe die Strecke durch Rinteln und
über die Weserbrücke aufgeben. Der alte Bahnhof Exten wurde in
Rinteln Süd umbenannt und ist nun das Streckenende. Hier wurde am 22.
November 1972 ein etwa 1,5 Kilometer langes Anschlussgleis in das neue Gewerbegebiet
in Betrieb genommen.