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Georgsmarienhütten-Eisenbahn (GME)

Hasbergen - Georgsmarienhütte

Georgsmarienhütte - Eisenbahn (GME)

Gegen 1800 begann zunächst in bescheidenem Rahmen die Nutzung der Erzlagerstätten zwischen Oesede und Hagen a.T.W. Dies führte dazu, daß 1839 in Beckerode der erste Hochofen in Betrieb ging. 1856 übernahm der ein Jahr zuvor gegründete Georgsmarien- Bergwerks- und Hüttenverein (GMBV) die Hütte.
Bereits 1863 mußte das veraltete Werk geschlossen werden.

Auf dem Gebiet von Malbergen war bereits zuvor ein großes Grundstück erworben worden, daß deutlich verkehrsgünstiger lag, als der alte Standort. Um den Transport von den Lagerstätten am Hüggel kostengünstig durchführen zu können, sollte eine Schleppbahn errichtet werden. Jedoch formierten sich die Bahngegner und verhinderten deren Bau.
Während bereits 1858 der erste neue Hochofen in Betrieb ging, wurde bis 1862 um die Genehmigung der Bahn gerungen. Die Konzession wurde schließlich für eine öffentliche Eisenbahn erteilt, die aber mit der Auflage verbunden war, die Strecke bis 1864 in Betrieb zu nehmen. Nur die öffentliche Eisenbahn ermöglichte es der Hüttengesellschaft, den notwendigen Grund über Enteignungen zu erwerben.
In dieser Zeit wurde die geplante Hamburg-Venloer Bahn konkret. Daher versuchte die Hüttengesellschaft, ihre Interessen bei der Planung mit einzubringen. Da sich aber der Bau verzögerte, begann man 1864 mit dem Bau der Strecke vom Rothenberge am Hüggel) zum Werksgelände.
1864 war bereits das erste Teilstück in Betrieb, die Gesamtstrecke aber war erst 1866 fertig. Für den für die Konzession notwendigen öffentlichen Bahnbetrieb wurde zunächst den Güterzügen ein offener Personenwagen mitgeführt. Erst mit dem Anschluß nach Hasbergen änderte sich diese Situation.
Zwischen 1868 und 1869 wurden die Details für die Anschlussbahn nach Hasbergen an die zu bauende Hamburg-Venloer Bahn festgelegt. Die Regelung beinhaltete auch eine Vereinbarung mit der Cöln-Mindener Eisenbahn auf eine vorzeitige Fertigstellung der Teilstrecke Hasbergen - Osnabrück. Im Frühjahr 1870 begannen die Arbeiten und bereits im August 1870 rollten die ersten Züge der GMBV nach Osnabrück. Ein Jahr währte dieser Zustand, bevor die Gesamtstrecke Osnabrück - Münster in Betrieb ging. 1871 durfte der öffentliche Verkehr auf der Hüggelbahn aufgegeben werden. Dafür mußte nun für die Strecke Hasbergen - Georgsmarienhütte Personenverkehr angeboten werden.
Zwischen 1879 und 1881 wurde die Bahn vom Hüttenwerk um etwa 3 Kilometer östlich bis zum Ottoschacht bei Borgloh verlängert. Diese Bahn ging 1886 in die Strecke Osnabrück - Brackwede auf. Seit 1893 bestand dann ein eigener Anschluß an die Nebenbahn.
1966 endete die Erzförderung am Hüggel, da die Lagerstätten weitgehend erschöpft waren. Bedingt durch die Krise bei der Stahlindustrie kam es 1978 zur Übernahme der GME durch den Landkreis Gütersloh. Die Eisenbahn wurde in die Wittlager Kreisbahn integriert. Damit verbunden war die Einstellung des Personenverkehrs am 1. Oktober 1978. Sechs Jahre später wurde die Hüggelbahn stillgelegt, 1985 dann abgebaut. Nachdem das Stahlwerk wieder rentabel arbeitete, wurde 1997 die Bahn wieder von dem Hüttenwerk zurückgekauft. Damit wurde als neue Bahn die GET, Georgsmarienhütten Eisenbahn und Transport GmbH, gegründet