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Herforder Kleinbahnen
Herforder Kleinbahnen (HK)

Herford Kbf - Vlotho

Herford Kbf - Wallenbrück

ex 213k Exter - Vlotho 29.04.1962 (Gesamtverkehr)
ex 213k Herford-Bergertor - Exter 04.11.1962 (Gesamtverkehr)
ex 213k Wallenbrück - Spenge 1963 (Personenverkehr)
ex 213k Herford Kbf - Herford Bergertor 01.07.1964 (Gesamtverkehr)
ex 213k Spenge - Herford Kbf 22.04.1966 (Gesamtverkehr, danach Abbau)

Die Planungen für die Bahn gehen in die 90er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. In dieser Zeit wurden Pläne zum Bau eines mehr als 100 Kilometer langen Kleinbahnnetzes verfolgt. Am 14. Juni 1898 wurde die Herforder Kleinbahnengesellschaft mbH gegründet. Die zunächst favorisierte Spurweite von 600 mm wurde nach längeren Streitigkeiten zugunsten der Meterspur aufgegeben. Geplant war eine Verbindung über Spenge nach Melle, die in Enger einen Gemeinschaftsbahnhof mit der Bielefelder Kreisbahn haben sollte. Jedoch konnte die Bahn nur bis zur Landesgrenze von Westfalen bei Wallenbrück geplant werden.
Nach relativ kurzer Bauzeit fuhr im August 1900 der erste Zug von Herford Kbf nach Enger, einen Monat später ging die Strecke bis Wallenbrück in Betrieb. Zwei Jahre später ging der erste Abschnitt der Strecke in Richtung Vlotho in Betrieb. Am 1. August 1902 fuhr der erste Zug bis Bad Salzuflen-Kurpark. Im Mai 1903 war die Bahn schließlich bis Vlotho Kbf fertig gestellt. Im Oktober 1903 folgte die Verbindung von Vlotho Kbf zum Weserhafen.
Zwischen 1914 und 1915 wurde der Kleinbahnhof in Herford verlegt, da er dem viergleisigen Ausbau der Cöln-Mindener Eisenbahn im Wege stand. In den Jahren 1927 bis 1931 übernahm das Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg GmbH (EMR) die Bahn. 1929 begann die Elektrifizierung der Bahn zwischen Herford-Bergertor und Wallenbrück mit 1500 Volt Gleichstrom. Am 26. Juni 1930 fuhr der erste elektrische Triebwagen. Zwischen Oktober 1931 und August 1933 folgte die Strecke nach Vlotho. Um 1940 wurde im Raum Exter eine Neubaustrecke begonnen.
Im Februar 1946 stürzte die Hansabrücke in Herford durch Hochwasser ein. 1947 konnten die normalspurigen Anschlußgleise in Herford in Betrieb genommen werden. Die Hansabrücke war bis Mai 1949 wieder befahrbar.
In den 60er Jahren lief die Konzession für die Herforder Kleinbahnen aus. Der Kreis Herford hatte kein Interesse an einer Weiterführung. So endete im April 1962 der Verkehr zwischen Exter und Vlotho. Die Strecke wurde anschließend abgebaut. Bereits im November des gleichen Jahres wurde der Verkehr bis Herford-Bergertor zurückgenommen. Als Nächstes endete ein Jahr später der Personenverkehr zwischen Wallenbrück und Spenge. 1964 stellte man den Personenverkehr zwischen Herford-Bergertor und dem Kleinbahnhof ein. Im März 1965 fuhr der letzte Zug zwischen Wallenbrück und Spenge, anschließend folgte der Abbau. Am 22. April 1966 endete der Restverkehr zwischen Enger und Herford Kbf. Die Strecke wurde anschließend abgebaut.
Auf weiten Teilen der Trasse kann man heute gemütlich mit dem Fahrrad fahren. In Enger hat sich das Kleinbahnmuseum Enger gegründet, daß die Erinnerung an die Bahn aufrechterhält.