logo
 
 

 
 
Home

Sidemap

Hosteurope
Mindener Kreisbahnen
Mindener Kreisbahnen (MKB)

ex KBS 219m Kreuzkrug - Uchte 31.12.1977
ex KBS 219m Todtenhausen - Kreuzkrug 31.12.1979
ex KBS 219h Kutenhausen - Wegholm 31.12.1975
ex KBS 219n Hille - Lübbecke 01.08.1974

Zur Erschließung des Kreisgebietes beschloß der Kreisausschuß in Minden am 24. Oktober 1896 den Bau einer Kleinbahn Minden - Petershagen - Uchte. Zwar war es Wunsch des Kreises, daß die Weserbrücke von der Preußischen Staatsbahn gebaut werden sollte, aber nachdem diese abgewinkt hatte, begann man 1897 selbst mit dem Bau der Linie. Am 4. Dezember 1898 konnte die etwa 29 Kilometer lange Bahn als Meterspurstrecke in Betrieb genommen werden. Noch 1897 hatte der Kreistag weitere Strecken beschlossen.
Doch sollten einige Jahre ins Land ziehen, ehe die Strecke nach Lübbecke in Angriff genommen werden konnte. Zahlreiche Anlieger wollten keinen Grund für den Bahnbau zur Verfügung stellen. So erfolgte eine provisorische Eröffnung am 1. September 1903 zunächst nur bis Eickhorst. Erst im Sommer 1907 folgte die Reststrecke bis Lübbecke. Als dritte Bahnlinie sollte eine weitere Strecke nach Rahden gebaut werden. Mit dem Bau der Staatsbahnstrecke Rahden - Uchte durch Preußen sah der Kreis keine Notwendigkeit mehr. Jedoch hatten sich Friedewalde, Nordholz und Wegholm bereits auf die Bahn eingestellt. So wurde die Bahn bis Wegholm doch noch 1912 genehmigt und bis August 1915 in Betrieb genommen. Diese kürzeste MKB-Strecke war 10,3 Kilometer lang.
Bereits aus dem Jahre 1910 stammen konkrete Pläne, die Erzgrube in Kleinenbremen an den neuen Kanal in Minden anzubinden. Der erste Weltkrieg verhinderte zunächst die Baupläne. Erst im Juli 1918 wurde die Kleinbahnstrecke bis Nammen eröffnet. Aber erst 1921 erfolgte die Verlängerung bis Kleinenbremen. In den Jahren 1915 und 1916 entstanden die Hafenbahngleise, wobei die Anschlüsse zum Osthafen mit einem Dreischienengleis ausgestattet wurden. Zu erwähnen ist auch die in dieser Zeit erbaute Bahn Minden - Bückeburg, die in Notthorn von der MKB-Linie nach Nammen abzweigte. Sie wurde im Mai 1918 durch die Bad Eilsener Kleinbahn als Normalspurstrecke eröffnet. Doch bereits 1922 wurde diese Verbindung wieder abgerissen.
Zwischen dem 1. Dezember 1922 und dem 1. Februar 1925 war der Personenverkehr auf dem Ast nach Wegholm wegen Unrentabilität eingestellt. Nach heftigen Protesten wurde er schließlich wieder eingerichtet.
1924 wurde auf dem Streckenabschnitt bis Meißen ein zusätzliches Normalspurgleis verlegt. Die Meißener Kohlengrube brauchte größere Beförderungskapazitäten. 1925 begann auch auf der Strecke nach Uchte der Umbau, bis 1929 erreichte das Dreischienengleis Petershagen. Auf Veranlassung der Nationalsozialisten wurden die Erzgruben in Nammen und Kleinenbremen erweitert. Hierzu wurde auch die MKB-Strecke 1936 mit einem Normalspurgleis versehen. Der Personenverkehr lief aber weiter auf Meterspur.

Ende der 40er Jahre wurde der völlig abgewirtschaftete Abschnitt von Petershagen nach Uchte in Normalspur wiederhergerichtet und das Meterspurgleis zwischen Kutenhausen und Petershagen ausgebaut. Obwohl die Strecke nach Wegholm zunächst stillgelegt werden sollte, erfolgte nach zahlreichen Protesten zum August 1953 der Umbau auf Normalspur. Obwohl auch für die Strecke nach Lübbecke zunächst eine Teilstillegung angedacht war, erfolgt 1956/57 der Umbau auf Normalspur, dabei wurde die Strecke in Lübbecke auf etwa 2 Kilometer neu trassiert
Doch bereits am 1. November 1959 wurde der Personenverkehr zwischen Kutenhausen und Wegholm eingestellt, zum 31. Dezember 1962 folgte der Personenverkehr zwischen Minden und Kleinenbremen. Zum 30. September 1974 wurde schließlich der Personenverkehr auf den restlichen Strecken aufgegeben. Trotzdem verkehrte ab 1972 im Gelegenheitsverkehrs der Bierxpress, der aber im November 1998 als Mühlenexpress das letzte Mal verkehrte.
Zum August 1974 wurde der nicht mehr befahrene Abschnitt Hille - Lübbecke stillgelegt und abgerissen, Ende 1975 folgte die immer schwache Strecke Kutenhausen - Wegholm. Ende 1977 wurde der Verkehr in Niedersachsen zwischen Kreuzkrug und Uchte aufgelassen, bereits 1979 folgte der Abschnitt Kreuzkrug - Todtenhausen. 2007 wird der schon lange nicht mehr genutzte Restabschnitt von Minden Oberstadt nach Todtenhausen voraussichtlich abgebaut werden.
Aktuelle Informationen über die Mindener Kreisbahn (mkb)
Auf den alten Kreisbahnstrecken fährt die Museumseisenbahn Minden (MEM) von ihrem Domizil in Minden Oberstadt aus regelmäßig Museumszüge. Weitere Informationen.