Die Bahn verdankt ihr Entstehen den Toneisensteinlagern im Wiehengebirge.
Mit Hilfe des Georgs-Marien-Vereins begannen Mitte 1894 erste Planungen
zum Bau einer Werkbahn vom Wiehengebirge an die Hannoversche Westbahn.
Das Projekt sah schließlich den Beginn der Bahn an der Wallücke,
einem Bergsattel im Wiehengebirge bei Bergkirchen, nach Kirchlengern
vor. Die Landräte der Kreise Herford und Lübbecke regten
schließlich den Bau einer öffentlichen Eisenbahn an,
um die befahrene Region verkehrlich besser zu erschließen.
1896 wurde eine entsprechende Konzession erteilt.
Zunächst fertiggestellt wurde die 5 Kilometer lange Linie Kirchlengern
- Haus Beck in 600mm Spurweite. Daran schloß die etwa 1 Kilometer
lange Zweiglinie nach Löhne an. Am 1. Oktober 1897 war die
Eröffnung der beiden Strecken. Zu diesem Zeitpunkt war auch
die Strecke hinauf zur Wallücke fertig.
Bereits 1917 wurde vom damaligen Eigentümer, die Klöckner
Werke, die Stillegung beantragt. Allerdings wurde die Genehmigung
erst 1923 erteilt. Nach heftigen Protesten der Dörfer übernahmen
die Kreise Minden, Lübbecke und Herford die Bahn und gründeten
die Kreisgesellschaft der Wallückebahn. Ab 1925 rollte der
Verkehr wieder.
Aber die Weltwirtschaftskrise machte der Bahn schwer zu schaffen.
Sie konnte sich nicht mehr erholen. So fuhr am 28. August 1937 der
letzte Zug. Geblieben ist heute nur das alte Bahnhofsgebäude
in Kirchlengern, das einem Privatmann gehört. |