Erste Pläne einer Bahn durch das Hochsauerland gehen etwa
auf das Jahr 1870 zurück. Aus dieser Zeit stammt das Projekt
einer Westdeutschen Nordsüdbahn von Bremen über Bielefeld,
Paderborn, Brilon, Winterberg, Frankenberg und weiter nach Frankfurt
(Main). Doch erwies sich das Projekt von den Kosten als undurchführbar.
Trotzdem verfolgten zwölf Sauerland-Gemeinden den Bau einer
Bahn von der Oberen Ruhrtalbahn nach Winterberg. Nachdem der Kreistag
in Brilon und Winterberg zu entsprechenden Beschlüssen und
Kostenbeteiligungen bereit waren, genehmigte Preußen im Mai
1898 den Bau.
Noch 1898 begannen die Arbeiten, 1902 fuhr zwischen Nuttlar und
Steinhelle der erste Zug, am 1. Oktober 1906 begann der Betrieb
bis Winterberg. Ein Jahr zuvor begannen die Vorarbeiten für
die Verlängerung bis Frankenberg, daß seit 1890 über
die Schiene von Cölbe erreichbar war. Noch 1906 waren auch
zwischen Allendorf und Frankenberg mit den Bauarbeiten begonnen
worden. Der größte Aufwand aber mußte zwischen
Bromskirchen und Winterberg betrieben werden. Hier waren zwei Tunnels
und ein größerer Viadukt zu errichten. Bereits im Dezember
1908 rollte der erste Zug zwischen Winterberg und Frankenberg.
Mitte der 60er Jahre wurde der durchgehende Güterverkehr aufgegeben.
Im Winter 1966 wurde der Personenverkehr zwischen Winterberg und
Allendorf aufgegeben, ein Jahr später folgte der Güterverkehr
zwischen Hallenberg und Allendorf wegen des schlechten Zustands
der Gleise. Der Abbau der Bahn folgte kurz darauf. 1981 wurde dann
auch der Personenverkehr zwischen Allendorf und Frankenberg aufgegeben.
Nachdem Winterberg seinen Widerstand gegen die Stillegung der Bahn
nach Hallenberg aufgegeben hatte, wurde im Sommer das Ende des Abschnitts
Winterberg - Hallenberg mit der Stillegung 1992 eingeläutet.
Im Frühling 1993 erfolgte der Abbau der Gleise auf dem landschaftlich
schönen Streckenabschnitt. Im Jahre 2006 fanden nach vielen
Jahren auf dem Reststück in Hessen von Frankenberg bis Allendorf
regelmäßige Ausflugsfahrten durch die Kurhessenbahn
statt.. |